Dienstag 4. August 19 Uhr Blitzingen Pfarrkirche

Hilmar Gertschen – Orgel

 

«Italienisches Flair in der Orgelmusik von Italien bis England»

 

Ausgehend von der Musik des Italieners Girolamo Frescobaldi finden wir im 17. und 18. Jahrhundert auch in der Orgelmusik von deutschen Meistern musikalische Formen wie Toccata, Fuga, Canzona, Ciacona und andere. Manches ist kaum von der Art des grossen Meisters der Spätrenaissance zu unterscheiden. Aber auch die italienische Oper, besonders diejenige Neapels hat über keinen geringeren als Georg Friedrich Händel Einfluss auf nördliche Länder ausgeübt, besonders auf die englische Orgelmusik. 

 

 

Hilmar Gertschen studierte 1980 bis 1986 an der Musikakademie Basel (heute Musikhochschule Nordwestschweiz) bei Rudolf Scheidegger und erlangte Lehr- und Solistendiplom für Orgel. Weitere Studien führten ihn nach Holland sowie zu mehreren Meisterkursen. Seit 1991 wirkt er als Organist in seinem Heimatort Naters und seit 1994 zusätzlich als Titularorganist der grossen Orgel in der Kollegiumskirche in Brig. An der allgemeinen Musikschule Oberwallis unterrichtet er Orgel und Klavier. Orgelkonzerte in der Schweiz und im Ausland sowie Beratungen bei Orgelbauprojekten ergänzen seine berufliche Tätigkeit. Ein wichtiges Anliegen ist ihm die Pflege der reichhaltigen Walliser Orgellandschaft mit ihren historischen und neueren Instrumenten und das Spiel der darauf passenden Musik. 

 

Mittwoch 5. August Niederwald Pfarrkirche

Matthias Gubler - Saxofon

Rainer Walker - Orgel

 

«Von Rossini bis Bonanza»

 

Wenn Walker und Gubler musikalisch unterwegs sind, tönt das wie eine Fahrt ins Blaue. Mit Picknick zwischendurch und über den Zaun sich lehnen, dieses ausprobieren und jenes nicht lassen, an der nächsten Ecke verweilen, um sich dann schliesslich hinter dem Berg nochmals in einer anderen musikalischen Landschaft zu verirren. Was die beiden aus ihrem prall gefüllten Rucksack, in vielen gemeinsamen Musizierjahren erspielt, auspacken, lässt die einmalige Orgel in Niederwald in einem anderen Licht erstrahlen und auch neue Seiten an ihr entdecken.

 

 

 

Rainer Walker - Orgel und Cembalo. Seit 2015 ist der Oberwalliser Rainer Walker Hauptorganist der berühmten Bossard-Orgel in der ehemaligen Klosterkirche St. Urban. Die Orgel ist das Hauptinstrument dieses Musikers. Nach Studien in Bern und Fribourg erreichte er das Lehr- und das Konzertdiplom. Heute pflegt Walker ein breites Repertoire, das von Renaissancemusik bis zu zeitgenössischer Orgelmusik reicht. Bearbeitungen von Opernouvertüren, frei interpretierte Tänze und thematisch inspirierte Improvisationen erweitern das Standard-Repertoire. Regelmässig gibt Walker auch Orgelkonzerte in seinem Heimatkanton. Unter anderem in der Gemeinde Mörel, dem Wohnort seiner Eltern und auf der Kollegiumsorgel Brig.

Walker leitet seit 2005 die Musikschule in Langenthal und ist Mitinitiant des Vereins Grenzklang, lebt mit seiner Familie in Melchnau.

Matthias Gubler, Saxophon

Ist das jetzt irisch, klezmer, free-jazz...? Matthias Gubler wird wegen seinen melodiösen und leidenschaftlichen Jazz/Ländler-Improvisationen immer wieder gefragt, wo er eingeordnet werden soll. Er bewegt sich mit seinen Saxophonen frei in den unterschiedlichsten Stilen von Klassik bis Jazz bis hin zur Volksmusik. Als Kind spielte er Blockflöte und Gitarre, entdeckte dann das Saxophon und studierte dieses bei Iwan Roth an der Musikhochschule in Basel. Studienaufenthalte in Paris (Cité des Arts) und den USA (Bowling Green State Universtiy bei John Sampen) folgten.

Donnerstag 6. August 19.00 Uhr Pfarrkirche Reckingen

Aurore Mércedes Baal – Orgel

 

«Schweiz gegen Portugal ohne Ball"

 

Über das Programm

 

In diesem Programm möchte ganz unterschiedliche Musik aus Portugal und aus der Schweiz zeigen. Wir wissen alle, das Portugal eine grosse Nation des Fussballspiel ist, auch die Musik wurde dort immer sehr gepflegt. 

Die Schweiz war immer unter dem kulturellen Einfluss von Österreich (wenn nicht unter Habsburger..) und Italien, Deutschland und Frankreich. Dieses Programm ist auch eine kleine Hommage an Gael Liardon. Er war Gittarist, Liedermacher und Komponist sowie Theorielehrer. Er war passioniert von der Barockzeit. Daneben erklingen auch Komponisten aus dem 16. 18. und19. Jahrhundert mit kirchlichen- und weltlichen Werken.  

Frei Jacinto wurde in seiner Zeit auch portugiesischer Mozart genannt. Hans Kotter wurde in Strassburg geboren, war Schüler von des österreichers Paul Hofhaimer und dann Lehrer in Bern. 

Ein paar Wörter über die Familie von Schynder von Wartensee:

In Sursee hatte die Familie eine führende Rolle und stellte dort vom 15. bis zum 18. Jahrhundert 23 Schultheissen. Zahlreiche Familienmitglieder hatten die einträglichen Schaffnerstellen der Klöster St. Urban und Muri inne. Jörg Schnyder von Wartensee erwarb 1492 das Luzerner Bürgerrecht und die Familie stieg in das Luzerner Patriziat auf. Im 18. und  19. Jahrhundert übten mehrere Mitglieder der Familie politische Ämter aus. Von 1647 bis um 1833 besass die Familie das Schloss und Gut Wartensee in der Gemeinde Neuenkirch. Nach diesem Gut nannte sich die Familie ab 1649. 

 

Nachdem Franz Xaver einige Zeit auf einem Finanzbüro in Luzern gearbeitet hatte, widmete er sich ab 1810 ganz der Musik und studierte diese zunächst in Zürich. Im Dezember 1811 kam er nach Wien um mit Beethoven zu studieren. Leider wollte Beethoven um diese Zeit nicht mehr unterrichten. Dennoch fand Franz Xaver in Wien einen guten Lehrer. Dann wohnte Franz Xaver in Frankfurt am Main. Schnyder gründete 1847 die „Stiftung Schnyder von Wartensee“ zur Förderung künstlerischer und wissenschaftlicher Arbeiten, die heute von der Zentralbibliothek Zürich verwaltet wird.

 

Eintritt frei - Kollekte

 

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Aurore Mercédès Baal wurde in Caen (Frankreich) geboren und ist Hauptorganistin
der Pfarrei Sankt Michael in Zug sowie Organisatorin der Abendmusiken. Nach ihrer Orgel- und Klavierausbildung bei Bruno Robilliard und Yves Lafargue in Mâcon und einem Masterdiplom in Musikwissenschaften an der Universität Lyon bei Prof. Pierre Saby studierte sie an der Schola Cantorum Basiliensis bei Wolfgang Zerer, Lorenzo Ghielmiund Jörg-Andreas Bötticher. 

Es folgte eine Fortbildung in französischer Romantik bei Daniel Maurer in Strassburg und im Juni 2018 ein Master of Performance an der Hochschule für Musik in Basel bei Martin Sander. 2016 erhielt sie die Goldmedaille des weltweit renommierten Paul Hofhaimer-Preises in Innsbruck. Aurore Baal gibt neben ihrer Tätigkeit in Zug Konzerte als Solistin und mit Ensembles in ganz Europa.

Freitag 7. August, 19 Uhr Ritzingen, Muttergotteskapelle Ritzingerfeld

Nina Theresia Wirz – Orgel

 

«Kreislauf – Lebenstanz»

 

Im Zentrum des Programmes steht die Lebendigkeit und Freude des Tänzerischen und die zyklische Bewegung des grossen Lebenstanzes: Die Miniaturkompositionen von Karlheinz Stockhausen, die in charakteristischer Art die 12 Sternzeichen darstellen, treffen auf Musik der frühen Barockzeit - kontrastreich, überraschend, farbig.

 

Anschliessend an das Konzert organisiert die Grafschaft Kultur ein Apéro.

 

Eintritt frei - Kollekte


 

Nina Theresia Wirz ist seit 2015 Hauptorganistin an der Stadtkirche Burgdorf - dort ist sie auch für die Konzeption und Organisation der Konzertreihe der reformierten Kirche Burgdorf zuständig. Die Schwerpunkte ihres Schaffens als Musikerin liegen darin, die Wandelbarkeit und stilistische Breite der Orgel in ihren vielfältigen Konzertauftritten, immer wieder in einem neuen Licht darzustellen.

Ein Anliegen ist ihr dabei die Auseinandersetzung mit der Interpretation zeitgenössischer Musik und dem zeitgenössischen Musikschaffen. In den letzten drei Jahren entstanden dabei im Kollektiv „wie sand am meer“ in Zusammenarbeit mit dem Bassisten Sebastian Rotzler mehrere Aufführungen. Ebenfalls pflegt Nina Theresia Wirz ein breites stilistischen Repertoire, wovon aktuell zahlreiche Auftritte im Duo mit dem Akkordeonisten Sven Angelo Mindeci mit Musik von Astor Piazzolla zeugen. Nina Theresia Wirz hat von 2001-2007 an der Hochschule der Künste in Bern studiert: Nach vollendetem Klavierstudium hat sie 2007 das Fach Orgel mit dem Konzertdiplom „mit Auszeichnung“ abgeschlossen. Ihr Studium ergänzen Kurse u.a. bei Marie Claire Alain, Luigi Ferdinando Tagliavini und Guy Bovet, sowie die Ausbildung zur Chorleiterin. Nina Theresia Wirz ist Mutter zweier Kinder und lebt in einem bunten Patchwork Familiensystem in Bern und Biel.

 

Samstag 8. August, 16 Uhr Münster, St. Antonius auf dem Biel

Bernhard «Gioco» Schmid – Sagenerzähler

Rainer Walker – Orgelimprovisationen

 

Der Urwalliser Bernhard Schmid und der Heimwehwallisser Walker lassen sich auf ein Experiment ein. Gegeben sind die Sagen, die der Erzählkünstler aus seinem grossen Fundus dem Publikum anvertraut. Das musikalische Geschehen an der Orgel wird aus der Stimmung geschöpft. 

 «Gioco» heisst eigentlich Bernhard Schmid. Seine Erzählkünste und Aabesizze im Hotel Glocke sind legendär. Mit Sagen weiss er sein Publikum mit auf eine Reise in abgelegene Bergthäler, an die junge Rohne mit zu nehmen. Er erzählt vom Gratzug und von gruseligen Totentänzen. Mit Toni Lagger zusammen veröffentlichte er im Sommer 2019 das Buch "Hinä gää mär z Aabäsizz".

 

Eintritt frei – Kollekte

 

Samstag 8. August, 19 Uhr Münster, Pfarrkirche

Sabina Weyermann – Blockflöten

Rainer Walker – Orgel

 

«Wasser, Wind, Feuer und Reisefieber»

 

Vom Wasser im hohen Norden zum Feuer in Italien, von der Renaissance bis zur Moderne, Vom Schlaflied für einen Kolibri bis zum Spielmannstanz: Sabina Weyermann und Rainer Walker spielen gerne mit Gegensätzen, mit Licht und Schatten, Traum und Wirklichkeit, Wasser und Feuer. Stetiger Begleiter ist der Wind, bedingt durch die beiden Windinstrument, bewusst gemacht mit der Vergänglichkeit des Augenblicks, der flüchtigen Melodie.

 

Sabina Weyermann Die in Leimiswil, Kanton Bern aufgewachsene Musikerin studierte nach dem LehrerInnenseminar in Langenthal an der Schola Cantorum Basiliensis Blockflöte und Barockoboe bei Katharina Bopp Becking, Michel Piguet, Carole Wiesmann und Katharina Arfken. Neben ihrer Konzerttätigkeit mit Barockoboe und Blockflöte unterrichtet Sabina Weyermann an der Oberaargauischen Musikschule in Langenthal und ist und ist Stv. Schulleiterin. Mit Rainer Walker zusammen organisiert sie auch die Gommer Orgelwoche und die Konzertreihe «Grenzklang – Konzerte für Alte Musik» im Mittelland. Die Konzertreihe hat sich innert kurzer Zeit einen Namen gemacht und erregt Aufsehen mit aufregender Programmierung und überraschenden Besetzungen.